Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Aussehen
Die Gelbbauchunke ist ein kleiner Froschlurch mit abgeflachtem Körper, herzförmiger Pupille. Die Parotiden sind nicht ausgebildet und das Trommelfell ist von außen nicht sichtbar. Die Oberseite ist einheitlich grau – bräunlich gefärbt und fühlt sich, durch eine Vielzahl kleiner, mit mehreren Hornstacheln besetzter Warzen, rau an. Die Unterseite ist gelb mit schwarzen Flecken. Gelbbauchunken besitzen keine Schallblasen. Ihre Rufe (ein melodisches „uuh.. uuh.. uuh..“) zur Paarungszeit sind daher sehr leise.
Körperlänge
3,5 - 4,5 cm.
Besonderheiten
Bei Bedrohung kann die Gelbbauchunke die für sie typische Kahnstellung (Unkenreflex) einnehmen. Dazu wird die Wirbelsäule durchgebogen, Kopf und hinterer Körperabschnitt hochgezogen und die Gliedmaßen seitlich aufwärts gedreht. Die Unke präsentiert damit die Signalfarben (Schwarz – Gelb) ihrer Bauchseite, die ihre Feinde vor ihrem Hautgift warnen.
Lebensraum
Auen, Pionierlebensräume, Industriebrachen, lichte Waldrandbereiche.
Laichgewässer
Flache, sich schnell erwärmende, meist kleine, vegetationslose Wasserflächen (z.B. Pfützen, wassergefüllte Traktorspuren).
Paarungszeit
Mitte April bis Anfang August.
Entwicklung
Während der Paarungszeit sind bis zu 3 Ruf- und Laichperioden möglich. Nicht alle Individuen sind zur gleichen Zeit paarungsbereit – eine hervorragende Anpassung an die kurzzeitige Wasserführung ihrer Laichgewässer.
Bei der Paarung umklammert das Männchen das Weibchen in der Lendengegend. Die Weibchen heften ihre Eier (120 – 170) in kleineren Klümpchen aus 2 – 30 Eiern an Pflanzenteile (ins Wasser hängende Grashalme, überflutete Landpflanzen). Bereits nach 2 – 3 Tagen schlüpfen die Kaulquappen und nach 4 – 6 Wochen ist die Metamorphose abgeschlossen.
Jahres- und Tagesaktivität
Gelbbauchunken überwintern von Anfang Oktober bis Ende März in frostfreien Quartieren an Land.
Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, während der Laichzeit zeigen sie jedoch auch tagsüber Aktivität.






