Schutzmaßnahmen

Amphibien nutzen im Laufe eines Jahres verschiedene Teil-Lebensräume, wie Winterquartiere, Laichgewässer und Sommerlebensräume. Zwischen diesen führen sie regelmäßig Wanderungen durch.

Auf ihren über Generationen angestammten Wanderrouten finden die kleinen Tiere immer wieder neue Hindernisse vor. Eine der gefährlichsten Barrieren sind Straßen. Jedes Jahr sterben zigtausende Frösche, Kröten und Molche durch den Straßenverkehr. Für viele Amphibienpopulationen können die jährlichen Ausfälle im Straßenverkehr zum lokalen Aussterben führen.

Um das zu verhindern und den Amphibien das Überleben zu sichern, müssen an Straßenabschnitten, die Amphibienwanderrouten queren, entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Aktuell sind der Arge NATURSCHUTZ 191 Amphibienwanderstrecken in Kärnten bekannt, wovon im Frühjahr 2020 an 49 Strecken die Amphibienwanderung mittels der sogenannten Zaun-Kübel-Methode geschützt wurde, an einer Strecke wurden die Amphibien nachts per Hand aufgesammelt. 29 Strecken sind mit dauerhaften Schutzanlagen ausgestattet, an einer weiteren gilt mittlerweile ein ganzjähriges Fahrverbot. Weitere 12 Straßenabschnitte wurden zum Schutz der Amphibien im Frühling nachts für den Autoverkehr gesperrt.
Mit mehr als 99.460 mittels der Zaun-Kübel-Methode geretteten Amphibien waren die Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2020 überaus erfolgreich!
An dieser Stelle gilt unser herzliches Dankeschön den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßenmeistereien und Gemeinden, die die Schutzmaßnahmen für Amphibien unterstützen!

Wenn Sie Amphibienwanderstrecken an Straßen kennen, an denen noch keine Schutzmaßnahmen eingesetzt sind, informieren Sie uns bitte!

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