Zaun-Kübel-Methode

Im zeitigen Frühjahr, meist unmittelbar nach der Schneeschmelze, machen sich die erwachsenen Frösche, Kröten und Molche von ihren Winterquartieren auf den Weg zum Laichgewässer. Wenn sie dabei eine Straße queren müssen, können die Tiere mit der sogenannten Zaun-Kübel-Methode vor dem Straßentod gerettet werden.
 

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Die ankommenden Amphibien werden mittels eines temporär errichteten Zaunes aus Holz oder Kunststoffgeflecht vom Erreichen der Fahrbahn abgehalten.
Die Tiere wandern den Zaun entlang und fallen in einen der in regelmäßigen Abständen eingegrabenen Kübel.

Aus diesem werden die Tiere von durchwegs freiwilligen Helfern gerettet und sorgsam auf die andere Straßenseite gebracht, wo sie ihre Wanderung fortsetzen können. Die Kübel müssen mindestens 1 mal täglich, morgens geleert werden, in regnerischen Nächten mit starker Amphibienwanderung auch mehrmals!
Der Einsatz dieser Schutzmaßnahme beschränkt sich auf den Zeitraum der Frühjahrswanderung zwischen Anfang März und Ende April, und dauert je nach Wetter, Höhenlage und Strecke im Schnitt für 5 bis 6 Wochen an.

Die sogenannte Zaun-Kübel-Methode kann relativ kurzfristig eingesetzt werden und ist damit eine geeignete Akutmaßnahme sowie eine Methode zur genaueren Untersuchung von Lage und Verlauf der Amphibienwanderung sowie von Art und Anzahl der wandernden Amphibien.

Möchten Sie helfen und auch eine Amphibienwanderstrecke betreuen?
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