Teichmolch (Lissotriton vulgaris)

Aussehen
In Landtracht sind die kleinen Molche relativ unauffällig bräunlich gefärbt. Zur Paarungszeit wechseln sie zur Wassertracht. In dieser Phase bilden die Weibchen einen niedrigen Schwanzsaum aus, ihre Färbung ändert sich jedoch kaum. Die Männchen hingegen entwickeln einen durchgehend sehr hohen, gewellten Rücken-Schwanz-Saum, der untere Schwanzbereich ist leuchtend rot-blau gefärbt. Beide Geschlechter zeigen eine orange-gelbliche Bauchmitte. Bei den Weibchen ist diese weniger intensiv gefärbt. Die schwarzen Flecken an der Bauchseite sind beim Weibchen deutlich kleiner als beim Männchen.
Teichmolche besitzen als charakteristisches Merkmal einen hellen Längsstreifen unter dem Auge.

Körperlänge
6 - 10 cm.

Besonderheiten
Der Teichmolch ist die kleinste und häufigste Molchart in Kärnten. Die hellen Kopfseitenstreifen verlaufen parallel zur Körperlängsachse.
Lurch des Jahres 2010.

Lebensraum
Als sehr anpassungsfähige Art besiedelt der Teichmolch nahezu alle offenen Landschaftstypen. Er ist v.a. in den Randbereichen von Weihern, Teichen, Seen und Mooren anzutreffen.

Laichgewässer
Vorzugsweise vegetationsreiche, besonnte Stillgewässer, wie Weiher, Teiche und Augewässer, aber auch kleine Tümpel, Wasserstellen in Sand- und Schottergruben oder Gartenteiche.

Paarungszeit
Je nach Witterung zwischen Ende Februar bis Anfang Juni.

Entwicklung
Pro Saison legen die Weibchen etwa 100-300 Eier einzeln ab. Diese werden zu ihrem Schutz in Wasserpflanzenblättchen eingefaltet. Ungefähr 2 Wochen nach der Eiablage können freischwimmende Larven beobachtet werden. Diese entwickeln sich im Verlauf von etwa 8 Wochen zu fertigen kleinen Molchen, die das Wasser verlassen.

Jahres- und Tagesaktivität
Die Winterstarre dauert von November bis Februar. Die Überwinterung findet meist an Land statt, versteckt unter Steinen, Baumstümpfen, Holzstapeln, Laubansammlungen oder Komposthäufen. Zur Fortpflanzungszeit sind sie sowohl tag- als auch nachtaktiv. Während ihres Landaufenthaltes verlassen sie ihre Verstecke vorwiegend nachts.

Bild Weibchen
Weibchen
Bild Männchen
Männchen

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